Ein Angebot des Stiftungsvereins
Gesellschaft zur Förderung der Erlebnispädagogik | GFE
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„Die Farben des Winters“ - Winteruniversität 2010
Am 22.Februar 2010 machten sich 80 Studierende aus ganz Deutschland und Österreich auf den Weg nach Bischofsreut im Bayerischen Wald. Der sechstägige Aufenthalt im Haus „Wiesengrund“, das normalerweise Erlebnistage für Schulklassen anbietet, stand unter dem Motto „Die Farben des Winters.“
Bei der Eröffnungsfeier wurden die Studierenden und Professoren von Fritz Gibis, dem Bürgermeister von Haidmühle, mit einem herzlichen „Grüß Gott“ in seiner Gemeinde begrüßt. Auch Tony Jäger von den Erlebnistagen, der die Winteruniversität 2008 „Lernen zwischen Kälte und Kachelofen“ schon vor zwei Jahren erfolgreich geleitet hat, hieß die angehenden Sozialarbeiter herzlich willkommen und erhob sein Glas auf eine „spannende und erlebnisreiche Woche“! Bei der Vorstellung der einzelnen Hochschulen aus Jena, Braunschweig, Augsburg, Linz und Nürnberg ließen die Studierenden ihrer Kreativität freien Lauf. So fuhren die Nürnberger Studenten mit einem imaginären Bob durch die farbenprächtige Welt des Winters. Prof. Dr. Gerhard Waschler von der Universität Passau begrüßte als Schirmherr der Winteruniversität alle Studierenden und Dozenten und wünschte eine erlebnis- und lernreiche Woche.
Für die Programminhalte waren nicht nur die Professoren und das „Erlebnistageteam“ verantwortlich, sondern auch die Studenten selbst. Bei verschiedenen „Aktionen im Schnee“, wie zum Beispiel Problemlösungsaufgaben, Bau einer Schneestadt, „Snow-Art“ und einer Orientierungstour konnten die theoriegeplagten Studenten zahlreiche Erfahrungen machen und Anreize für ihre spätere sozialpädagogische Praxis sammeln.
Auch sportliche Aktionen standen auf dem Programm. Sportbegeisterte konnten ihre Skilanglaufkünste, mit Steigungen und schnellen Abfahrten und Stürzen, unter Beweis stellen. Ein Höhepunkt in dieser Woche stellte für viele Studenten sicherlich eine Tour in das Freilichtmuseum Finsterau dar. Die Studenten konnten diese mit Langlaufskiern und Schneeschuhen bezwingen. Bei erschwerten Bedingungen und kleineren Verlusten erreichten schließlich alle das Ziel. Den Abend verbrachte man in den alten Bauernhäusern, in denen selbst gekocht und übernachtet wurde.
Vorträge, die von den Dozenten der verschiedenen Hochschulen gehalten wurden, boten einen perfekten Ausgleich zum großen „Aktivprogramm“ und ermöglichten den Studierenden ihre erlebten Erfahrungen zu vertiefen und zu reflektieren. Hervorzuheben ist der Vortrag von Wolfram Howein und Natascha Litwinenko über das Projekt „Lichtblick“ aus Russland, welches russische Kinder in Not unterstützt. Natascha nutzte die Woche, um weitere Anregungen für ihre Arbeit in Russland zu gewinnen.
Wir möchten uns nochmals im Namen aller Studenten bei den Erlebnistagen und den Professoren bedanken, die uns eine traumhafte Woche im Bayerischen Wald ermöglichten. Eine perfekte Organisation mit vielseitigen Aktionen trug zu einer rundum gelungenen Winteruniversität bei. Ganzheitliches Lernen und vielfältige Sinneserfahrungen sind das Resümee dieser Woche - ganz nach dem heute viel zitierten Spruch von Pestalozzi: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“.
Wer neugierig geworden ist, hat die Möglichkeit in zwei Jahren an der nächsten Winteruniversität teilzunehmen. Nähere Informationen unter: www.winteruniversitaet.eu
Und wer nicht so lange warten möchte, der kann schon die Sommeruniversität 2011 bei Erlebnistage Harz in seinen Kalender eintragen. Die vierte Sommeruniversität findet von Montag, den 1. August 2011, bis zum Samstag, den 6. August 2011, unter dem Titel „Risiko Alltag – keine Bewegung ohne Wagnis“.
Autorin: Hanna Rücker studiert Soziale Arbeit an der Fakultät Sozialwissenschaften der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg. Kontakt: RueckerHa40786(at)ohm-hochschule.de
geschrieben von Hanna Rücker am 26.03.2010 um 11:06 Uhr.



