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Rückblick Winteruniversität 2018

Titel, Termin, Ort:
Der Titel der Winteruniversität 2018 von Montag, den 19.02.2018 bis Samstag, den 24.02.2018 lautete „Winteruniversität 2018 - zwischen Romantik und Realismus". Gastgeber war der erlebnistage-Standort Bayerischer Wald mit seinem Haus Wiesengrund bei Bischofsreut.

Teilgenommene Hochschulen:

An der Winteruniversität 2018 haben fast 100 Personen folgender Hochschulen teilgenommen:

  • Studierende der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft Alfter
    begleitet von Frau Prof. Dr. Janne Fengler
  • Studierende der Universität Augsburg
    begleitet von Frau Dr. Barbara Bous
  • Studierende der Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
    begleitet von Herrn Julian Pieper und Herrn Dipl. Sozialpädagogen Holger Seidel M.S.M.
  • Studierende der Hochschule Düsseldorf
    begleitet von Herrn Prof. Dr. Harald Michels
  • Studierende der Katholischen und  Evangelischen Hochschule Freiburg
    begleitet von Herrn Dipl. Geophysiker Reinhard Zwerger und Frau Dipl. Sozialpädagogin (FH) Rafaela Zwerger; Zwerger & Raab GmbH
  • Studierende der Universität Göttingen
    begleitet von Frau Lena Krone (LfbA)
  • Studierende der CVJM-Hochschule Kassel
    begleitet von Sozialarbeiter/Religionspädagogen (B.A.) Lars Härtel
  • Studierende der Universität Leipzig
    Frau Prof. Dr. Heike Tiemann war leider verhindert
  • Studierende der Fachhochschule Oberösterreich Campus Linz
    begleitet von Herrn DSA Franz Schiermayr
  • Studierende der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm Nürnberg
    begleitet von Herrn Marco Höyns und Herrn Prof. Dr. Werner Michl M.A.

Des Weiteren haben teilgenommen:

  • Hochschule Augsburg bzw. Bayerische Bergwacht
    Prof. Dr. Nik Klever und seine Lawinenrettungshunde
  • Sogenannte ‚Einzelanmelder‘ aus Alfter und Frankfurt/Main

Leitung:

Träger dieser Veranstaltung war wieder der Stiftungsverein Gesellschaft zur Förderung der Erlebnispädagogik | GFE. Als Ansprechpartner fungierte Herr Dipl. Sozialpädagoge (FH) Tony Jäger. Wie bei den vergangenen Winteruniversitäten hat wieder Frau Katharina Heimrath B.A. die Leitung der Veranstaltung übernehmen. Hierbei wurden sie tatkräftig von Herr Prof. Dr. Werner Michl M.A. (Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm) und dem Team der erlebnistage Bayerischer Wald unterstützt.


Programm:

Folgende Programmpunkte waren zentrale Elemente der Winteruniversität 2018:

  • Bewegung im Schnee: spielerisches Lernen und kleine Touren mit Langlaufskiern und Schneeschuhen; Orientierungstouren mit Übernachtung in alten Bauernhäusern eines Freilichtmuseums; Nachtwanderung
  • Bau einer Schneestadt: Kunstobjekte, Iglus und Versammlungsplätze, Labyrinth; feierliche Einweihung; kreative Verschönerung der Schneestadt (Schnee-Land-Art)
  • Unterwegs im Winter: Ausrüstung, Sicherheit, Verhaltensregeln, Notfälle, Lawinenkunde, praktische Übungen
  • Spiele und Übungen im Schnee: Problemlösungsaufgaben im und mit Schnee
  • Input, Vorträge, Hintergründe: Verschiedene Betrachtungen des Themengebietes Erlebnispädagogik im Winter; Statements der Lehrenden
  • Zur Programmübersicht

Eröffnungsvortrag:

Eine für uns sehr große Ehre: den diesjährigen Eröffnungsvortrag hat Prof. Dr. Hartmut Paffrath, ehemals Professor für Pädagogik an der der Universität Augsburg gehalten. Unter dem Titel ‚Winter - Zwischen Romantik und Realität‘ konnten wir einen breit gefächerten Ausflug in Bereiche wie Tourismus, Geschichte Kunst und Literatur genießen. Anbei sein Beitrag:

Schnee und Winter in Haidmühle: eine Katastrophe – ein Desaster!

Jetzt hatte ich mich so intensiv vorbereitet: auf keinen Winter. Und nun das!... Alle Indizien sprachen gegen den Winter: Der Januar war 3-4 Grad wärmer als letztes Jahr, weithin in Deutschland über die meiste Zeit kein Schnee in Sicht, Weihnachten – grün…

Meine These war: Es gibt keinen Winter mehr, und wenn ja: immer weniger und immer seltener. Das hat Konsequenzen für die Erlebnispädagogik… Noch nie stand sie vor so großen Herausforderungen… Winteraktivitäten ohne Winter… – Vielleicht geht es mit dem Winter so, wie mit dem Sommer in England. Da fragte Anne ihre Freundin Mary beim Tee: „Erinnerst Du Dich an den schönen Sommer letztes Jahr?“ Mary: „Ja, er war an einem Donnerstag.“

Was bleibt in Bezug auf den Winter? – Nur nostalgische Romantik?

Kurzvorträge:

Folgende Kurzvorträge wurden angeboten; bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte gerne an die Referenten bzw. Hochschulen:

  • Prof. Dr. Janne Fengler (Alanus Hochschule Alfter):
    'Förderung von Risikokompetenz und Erlebensfähigkeit für nachhaltige Wirkungen durch Erlebnispädagogik"
  • DSA Franz Schiermayr (Fachhochschule Oberösterreich, Campus Linz): 
    ‚Empathie und affektive Infektion - vom Gefühl in der Erlebnispädagogik‘
  • Dipl. Sozialpädagoge Holger Seidel M.S.M. (Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel):
    ‚Mut zum Risiko - vom Risiko nichts zu wagen‘
  • LfbA Lena Krone (Universität Göttingen):
    ‚Erlebnispädagogik und Inklusion - Ziemlich beste Freunde?!‘
  • Prof. Dr. Werner Michl (Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm):
    ‚Trends in der Erlebnispädagogik‘

Seit 20 Jahren boomt die Erlebnispädagogik in der Praxis des erlebnisorientierten Lernens. Inzwischen sind die Methoden des erlebnis- und handlungsorientierten Lernens weit verbreitet und haben ihren Platz in der Erwachsenenbildung und in der Hochschuldidaktik gefunden. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts konnte man glauben, dass eine Stagnation eintritt, sowohl bei den Methoden als auch bei den Konzepten. Aber inzwischen gibt es neue Konzepte, Innovationen und Impulse.


Hochschulbeiträge:

Folgende Hochschulbeiträge durch die Studierenden wurden angeboten; bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte gerne an die Referenten bzw. Hochschulen:

  • Ostfalia Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel:
    ‚Aktivitäten zum Kennenlernen‘
  • Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm:
    ‚Problemlösungsaufgaben in und mit Schnee‘  
  • Universität Augsburg, Alanus Hochschule Alfter und Fachhochschule Düsseldorf:
    ‚Bau und Verschönerung einer Schneestadt‘
  • Fachhochschule Oberösterreich Campus Linz:
    ‚Feierliche Einweihung der Schneestadt‘

Workshops:

Folgende Workshops durch die Studierenden wurden angeboten; bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte gerne an die Referenten bzw. Hochschulen:

  • Nik Klever, Bergwacht Bayern und seine Lawinensuchhunde:
    ‚Lawinenkunde‘: Schnee, Lawine, Suchhundearbeit
  • Holger Seidel und Werner Michl:
    ‚Einführung Skilanglauf‘: Materialkunde, spielerische erste Schritte, Technik
  • Reinhard und Rafaela Zwerger:
    Feuer‘: Vermittlung von Wissen und Können, Feuer machen mit unterschiedlichsten Materialien
  • Lena Krone:
    Bewegungs- und Problemlöesaufgaben in Eis und Schnee unter Berücksichtigung der Perspektive Vielfalt
  • Janina Bähr, Katharina Rupp (erlebnistage Bayerischer Wald):
    GPS-Touren‘: Technikkunde, Einführung, spielerische Erprobung auf Schneeschuhen
  • Carmen Scheuring, Marius Rabe (erlebnistage Bayerischer Wald):
    ‚Geländespiele‘: Erprobung verschiedener Spiele in Wald und Winter

Zertifikat

Dieses Zertifikat wurde den Teilnehmern, jeweils von ihren Hochschullehrern feierlich überreicht.


Presse

Artikel über die Winteruniversität, der in der Passauer Neuen Presse erschienen ist.


Assoziationen zum Thema

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden die Studierenden gebeten, Assoziationen zum Thema aufzuschreiben und die Zettel im Haus ‚anregend zu verteilen‘. Anbei eine Auswahl:

Realismus:
Anspannung - Anstrengung
müde - Muskelkater - Erschöpfung
Überschätzen der eigenen Kräfte - Grenzen
Hinfallen - stolpern - Schmerz - Kälte
Wind und Wetter - eisiger Wind bei der Tour
erfrorene Finger und Füße - taube Zehen in feuchten Schuhen

Romantik:
verschneite Schneelandschaften bei Sonnenschein - Winterwonderland
Natur und Schnee und Wald - das Knirschen im Schnee - vereister Bach
Spuren, aus denen man Geschichten liest
Nachtwanderung- Natur beachten, lauschen, fühlen, erleben
Sternenhimmel und Ruhe - Sterne gucken, liegend im Schnee - loslassen
das Märchen der Uni Augsburg
Eindrücke der Schneestadt durch Naturgewalten
Schneestadt abends mit Kerzen und Farben prächtig geschmückt - beleuchtete Schneestadt
Kennenlernen und schönes Miteinander
Gemeinschaft, in sich gehen, Gönnung und Genuss
Wertvollem emotional Bedeutung verleihen